Am Käppele und in Münsterschwarzach - Homepage der Sudetendeutschen Landsmannschaft Bayreuth

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Festakt 70 Jahre Vertreibung in Würzburg
Das Käppele zu Würzburg

Fotos Helmut Mürling
Text nach Wikipedia
Käppele ist der volkstümliche Name der Wallfahrtskirche Mariä Heimsuchung auf dem Nikolausberg in Würzburg.

Geschichte

Bau
Nach Plänen von Balthasar Neumann wurde 1748 bis 1750 quer vor die alte Gnadenkapelle die Wallfahrtskirche mit den zwei achteckigen Fassadentürmen gebaut. Die ehemals kleine Holzkapelle ging auf einen Bildstock zurück, der 1640 von einem Mainfischer in seinem Weinberg während des Dreißigjährigen Krieges aufgestellt wurde. Der Bildstock enthielt eine Darstellung der schmerzvollen Mutter mit dem toten Jesus auf dem Schoß (Vesperbild). Um 1653 entstand eine erste kleine Kapelle, die laufend erweitert wurde. Diese Gnadenkapelle wurde von 1778 bis 1781 in den Neubau der Wallfahrtskirche integriert. Die Konsekration der Kirche erfolgte erst 1824[1] durch Bischof Adam Friedrich Groß zu Trockau.
Am Ende des Zweiten Weltkriegs blieb die Kapelle zweimal vor der Zerstörung verschont. Beim Bombenangriff auf Würzburg am 16. März 1945 wurde die Kirche durch ein halbes Dutzend Phosphorbrandbomben getroffen, die Feuer konnten gelöscht werden, und als Schaden blieb ein Loch im Kirchendach über der Orgel. Einem Befehl der SS vom 4. April 1945, das links des Maines gelegene Käppele von der rechten Seite des Maines aus durch umfunktionierte Flakgeschütze vorsorglich zu zerstören, verweigerte sich der Gefreite Ludwig Herrmann aus Geldersheim hartnäckig. Damit bewahrte er das Käppele vor dem Untergang.

Wallfahrt
Die sich während des Dreißigjährigen Krieges entwickelnde Wallfahrt zur Schmerzensmutter wurde seit 1749 von den Kapuzinern betreut, deren Konvent sich im 1748 errichteten Hospiz befand. Nach der Aufhebung des Kapuzinerklosters in der Würzburger Innenstadt (Kapuzinerstraße) nach der Säkularisation von 1803 konnte das Hospiz weiterbestehen. Um die Mitte des 19. Jahrhunderts trafen sich dort auch die Mitglieder einer Allerseelenbruderschaft und die einer Bruderschaft zur schmerzhaften Mutter Gottes. Die Wallfahrt wurde weiterhin von den Kapuzinern betreut und das zeitweilig verwaiste Hospiz ab 1836 wieder mit Kapuzinern besetzt.[4] Am 19. Oktober 2014 haben die Kapuziner nach 260 Jahren das Kloster verlassen, nachdem dies im März des Jahres bereits angekündigt worden war.[5][6] Die letzte reguläre Gertrud-Wallfahrt von der Pleich nach Neustadt fand 1749 statt. Eine Einladung von 1705 zur Gertrud-Wallfahrt von Würzburg Pleich nach Neustadt am Main existiert noch im Lapidarium in Neustadt am Main. Ab 1750 wurde die Neustädter Gertrud-Wallfahrt der Pleicher auf das 1748 von Balthasar Neumann erbaute Käppele in Würzburg umgeleitet.

Inneres
Die Deckenfresken in der Kapelle zeigen das Motiv der Kreuzabnahme und Maria als apokalyptisches Weib. Sie wurden 1781 von dem bayrischen Maler Matthäus Günther geschaffen.
Der Altar der alten Gnadenkapelle birgt noch die originale Pietà aus der Zeit um 1640.

Orgel
Die Orgel des Käppele wurde 1991 durch den Hardheimer Orgelbau Vleugels in den historischen Orgelprospekt aus dem Jahr 1750 eingebaut. Dieses Gehäuse stammt wie das nicht mehr erhaltene Werk aus der Werkstatt von Johann Christian Köhler. Die neue bzw. rekonstruierte Disposition ist fast identisch mit der Köhlers. Das rein mechanische Instrument hat 31 Register auf zwei Manualen und Pedal. Auffallend sind die vielen Nebenregister. Die Windversorgung erfolgt über vier Keilbälge.

Glocken
Das Hauptgeläut ist ein Durgeläut mit den Tönen f1, g1, a1 und c2. Die Glockengießerei Klaus in Heidingsfeld goss sie im Jahr 1929. Glocke 1 und 4 hängen auf dem Ostturm, Glocke 2 und 3 auf dem Westturm. Im Dachreiter hängen zwei weitere Glocken des 18. Jahrhunderts mit den Tönen gis2 und h2.

Stationsweg
Zum Käppele führt ein Treppenaufgang mit („je nach Zählung“) 247 bzw. 265[8] Stufen, der, in halber Höhe vom Mainufer aus gesehen, von 1761 bis 1799 als Kreuzweg errichtet wurde. Die Kreuzwegstationen mit den Treppenanlagen wurden von Oktober 2002 bis Oktober 2006 für 4,4 Millionen Euro saniert.[7] Der Stationsweg ist der größte seiner Art in Deutschland. Er ist in Gestalt von gepflasterten Terrassen angelegt, auf denen große Platanen Schatten spenden. Eine symmetrische Treppenanlage führt jeweils von einer Terrasse zur nächsthöheren.
Das Ensemble aus Kirche und Kreuzweg, eingebettet in die Weinbergslandschaft, gilt als ein bedeutendes Kleinod des Spätbarock. Das Käppele ist eine der wenigen Kirchen in der Stadt, die den Bombenangriff auf Würzburg am 16. März 1945 ohne größere Schäden überstanden haben.
Der Gnadenaltar
Der Hochaltar
Linker Seitenaltar
Außenfassade
Rechter Seitenaltar + Predigtstuhl
Die Gewölbe sind meist ein
Werk von Balthasar Neumann.
Der Baumeister legte selbst Hand an.
Die Barockorgel hat ein Glockenspiel und Register
für "Nachtigal " und "Kuckkuck"

Festung Marienberg mit Weinlage "Leiste"
Die Kirche der Festung ist die älteste rechts der Rheins.
Pleich, Innenstadt + Grombühl
mit Marienkapelle, Grafeneckardt, Dom, Neumünster
und der Pfarrkiche Stift Haug.
Rechts die Neubaukirche (heute Konzertsaal)
Die Pleich, Innenstadt mit der Weinlage "Würzburger Stein"

Merke:
In Bacharach am Rhein,
In Klingenberg am Main,
In Würzburg am Stein,
Da wächst der beste Wein.
Innenstadt, Reuerer Viertel, Residenz, Universität,
Vordergrund: Ludwigsbrücke (im Sprachgebrauch auch Löwenbrücke)
Hintergrund Stadtteil Grombühl
Stadtteil Frauenland und Teile der Sanderau
Hintergrund der Galgenberg (Landesgartenschau)
Mittelpunkt: Pfarrkirche St. Adalbero
(Adalbero war ein Würzburger Bischof)
Die äußere Sanderau mit Neuberg im Hintergrund
Der Stationsweg des Käppele ist auf
5 Absätzen mit je 3 Kreuzwegstationen
Jesus wird ans Kreuz genagelt
Jesus stirbt am Kreuze
Kruzifix am Vorhof des Käppele
Die Feste Marienberg mit
der Weinlage "Felsenleiste"
Panorama aus 4 Fotografien
In Münsterschwarzach
Die Abteikirche in Münsterschwarzach
Diese Basilika besteht erst seit dem 20. Jahrhundert.
Die ursprüngliche Basilika wurde von Balthasar Neumann
erbaut aber im Rahmen der Säkularisation wieder abgerissen.
 
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