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Brüx

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Burg Landeswarte

Brüx
(Most)
aus dem Sudetenland- Lexikon
Bilder aus dem Buch "Brüx, Geschichte
unserer Stadt" von Friedrich Oswald

Die Stadt Brüx lag am Fuße des Erzgebirges an einem wichtigen Übergang nach Sachsen. Schon im 11. Jahrhundert entstand eine Burg, die Landeswarte. Als die Hussiten im Jahre 1421 Brüx angriffen wurden sie von den Brüxern und Meißnern geschlagen.In Erinnerung daran begehen

heute noch die Brüxer am 5. August das Mariaschneefest. Die Burg wurde 1651 zerstört. Als Ersatz baute man aber ein burgähnliches Gebäude ohne militärischen Charakter. Es wurde zu einem beliebten Ausflugsziel.
Die ehrwürdige Dekanalkirche "Mariä Himmelfahrt" ist eine Kirche in reiner Spätgotik, durch

Die Dekanalkirche
am alten Platz

Jakob von Schweinfurt ab 1517 errichtet. Bei der Beseitigung und Demolierung der alten Stadt Brüx in den Jahren um 1970 wurde diese Kirche um etwa 800 Meter in ihrer Ganzheit verschoben. Das alte Brüx wurde beseitigt, um an die Kohle darunter heranzukommen, und an anderer Stelle eine neue Stadt aufgebaut, die den Namen Most trägt.
Die Pfarrkirche St. Wenzel aus dem 16. Jahrhundert gehörte zur Kommandantur der Kreuzherrn. Es gab noch ein Piaristen-, Minoriten- und Kapuzinerkloster mit den dazugehörigen Kirchen. Die auf das 14. Jahrhundert zurückgehende jüdische Gemeinde hatte seit 1873

Jakob von Schweinfurt ab 1517 errichtet. Bei der Beseitigung und Demolierung der alten Stadt Brüx in den Jahren um 1970 wurde diese Kirche um etwa 800 Meter in ihrer Ganzheit verschoben. Das alte Brüx wurde beseitigt, um an die Kohle darunter heranzukommen, und an anderer Stelle eine neue Stadt aufgebaut, die den Namen Most trägt.

Burgaufgang

Die Pfarrkirche St. Wenzel aus dem 16. Jahrhundert gehörte zur Kommandantur der Kreuzherrn. Es gab noch ein Piaristen-, Minoriten- und Kapuzinerkloster mit den dazugehörigen Kirchen. Die auf das 14. Jahrhundert zurückgehende jüdische Gemeinde hatte seit 1873

eine Synagoge, welche in der Reichskristallnacht 1938 zerstört wurde. Die St. Anna- Kirche diente den Protestanten als Gotteshaus.
Brüx hatte mehrere höhere Schulen, eine Bergmännishce Fortbildungsschule und ein Theater (1911 erbaut).
Die Stadt war Zentrum des nordwestböhmischen Braunkohle- Reviers, das über 60 km lang und 10 km breit ist. Die Ausbeutung der Kohleflöze erfolgte vor 1945 meist im Untertagebau. Danach ausschließlich im Tagebau. "Ringsum Kohlegruben, rauchende Halden, durch Pingeneinbrüche zerstörte Ackerfluren und darüber der braune Rauchton der stechend brenzeligen Luft (Banse)". Im Jahre 1923 arbeiteten 20.000 Arbeiter in 45 Unternehmen. Sie gewannen 12 Millionen Tonnen Braunkohle. Heute liegen diese Zahlen beträchtlich höher. 1895 versanken bei einem Schwemmsand- Einbruch in Brüx mehrere Häuser im unterwühlten Boden.

Das alte Brüx

Brüx lag an dem Kreuzungspunkt der Bahnen Brüx- Prag, Brüx- Pilsen, Brüx- Moldau und Außig- Komotau.
Seit 1888 bestand in Brüx ein Stadtmuseum im ehemaligen Piaristengymnasium. Es hatte reichhaltige heimatkundliche Sammlungen zu Vorgeschichte, Geologie, Kulturgeschichte, Volkskunde,, Kunst und Kunstgewerbe.
Brüx war die Heimat großer Männer wie Jakob un G.B. Pontanus, F.L. Gaßmann unD H. Hammerschmid, hans Derschwam, Karl Huß und Emil Rößler.
Brüx hatte 1930    28.212 Einwohner, davon 17.549 Deutsche.

Relief an der Emporenbrüstung
der Dekanalkirche
Mariä Himmelfahrt

Eine Kirche wird
800 Meter versetzt

 
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