Der böhmische Samurai - Das Jahr 2018

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Der böhmische Samurai
Bernhard Setzwein und Monika Stock
"Der böhmische Samurai"
Mit böhmischen Schalk im Nacken
Einen vergnügten, humorvollen aber auch historischen Abend erlebten die Teilnehmer beim Setzwein -  Abend in Bayreuth.  Mit böhmischen Schalk im Nacken las Bernhard Setzwein beeindruckend und spannend aus seinem Roman
„Der Böhmische Samurai“.
Wesentlicher Hauptinhalt ist die faszinierende  Familiengeschichte der Coudenhove-Kalergi auf Ronsperg, die Entwicklung der Paneuropa-Bewegung, die Budapester Ehefrau Lilly, eine der frühesten Flugpionierinnen des Habsburgerreiches, der Zwangsaufenthalt des Grafen Johannes, „Hansi“  in einem tschechischen Internierungslagers und die Abschiebung nach Bayern durch die „Beneš-Dekrete“. Dadurch hat man auch den Coudenhove-Kalergis alles genommen, nur nicht ihre große Geschichte.
Auch ein paar Bilder wirft Setzwein an die Leinwand. Erschreckend ist die Aufnahme des heruntergekommenen Schlosses in Ronsperg im Böhmerwald. Es gab Bilder über die Familienangehörigen der Familie Coudenhove-Kalergi. Auch eine Fotografie der jungen Pilotin Lilly und späteren Ehefrau des Grafen Johannes beeindruckt.
Man kann sich gut vorstellen, was in einem beschaulichen größeren Dorf, nämlich in Ronsperg, so los war, als die Familie des Grafen im Jahr 1896 aus Japan kommend wieder in ihrem Stammsitz eingezogen ist.
Ja und warum nennt sich das Buch wohl der „Böhmische Samurai“, wo doch jeder geneigte Leser weiß, dass Samurais sich nur in Japan aufhalten. Einen Eindruck davon bekommt man über die beiden Buben des Grafens am plätschernden Dorfbrunnen. Als nämlich einer der beiden seinen Kopf unter die Wasseroberfläche steckt und seinem Bruder auffordert, ihn kräftig unter Wasser zu drücken, damit die Mutprobe auch wirklich gelingt.
Wäre da nicht der Verwalter dazwischen gegangen, wer weiß, ob es einen Samurai weniger gegeben hätte.
Amüsant natürlich auch die Schilderung der Begegnung des jungen Grafen „Hansi“ in Wien bei Familie Steinschneider mit Lilly, seiner späteren Ehefrau. Mit einem beinahe strategisch aufgebauten, geglückten Versuch, gelingt es ihm die junge Tochter des Hauses, Lilly auf seine Seite zu ziehen.
Sicher war es nicht einfach, die junge Pilotin zu beeindrucken. Aber es gelang und sie konnten später sogar heiraten.
Viele einzelne Details könnten noch erwähnt werden, aber es ist wohl nicht ganz zu klären, was Wahrheit und Dichtung, was tatsächliche Familiengeschichte und was historische Wahrheit ist.
Deshalb, so meint ja auch Bernhard Setzwein, habe er einen Roman geschrieben, damit er sich nicht ins Detail verlieren müsste.
Abschließend signierte Bernhard Setzwein noch seine mitgebrachten Exemplare des Böhmischen Samurais.
Es ist ein lesenswertes Buch für entsprechende Stunden der Muse.
Zu erwähnen wäre da natürlich noch, dass dieser Abend eine Kooperationsveranstaltung zwischen der Katholischen Erwachsenenbildung, der Deutsch-Tschechischen Gesellschaft und der Sudetendeutschen Landsmannschaft in Bayreuth war.

Manfred Kees
07.02.2018

Bernhard Setzwein liest in Bayreuth
Die Lesung
Aufmerksame Zuhörer
 
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