Göttersdorf - Homepage der Sudetendeutschen Landsmannschaft Bayreuth

Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü:

Göttersdorf Bauernhaus
Foto: Petra Beguélin, Biel/ Schweiz
1004 zog Heinrich II von Chemnitz aus über den Beerhübel nach Göttersdorf, Görkau und Saaz, wo er sich mit dem baierischen Heer vereinigte.
Der erste schriftliche Bericht von Göttersdorf stammt aus dem Jahre 1352 und lautet "Gotfridi villa".
Göttersdorf entstand aus der Bezeichnung pagus Sti. Godofredi, was auf Gottfriedsdorf hinweist. Es sind auch zwei weitere Bezeichnungen bekannt: Gottisdorf und Gotterstorff.Laut Urkunde "Gotfridi villa" zählt Göttersdorf zu den ältesten Ansiedlungen dieses Gebietes.
Schon 1384 hatte die Kirche zu Ehren des hl. Nikolaus einen eigenen Pfarrer. Das Gut Göttersdorf wurde nach der Schlacht am Weißen Berg an den Grafen Saar verkauft, 1617 ging es an den Reichsgrafen Maximilian über.Von 1565 bis 1622 war die Pfarrstelle mit Pastoren besetzt. Eingepfarrte Ortschaften waren Natschung (Nacung), Kallich, Uhrissen, Stolzenhan, Gersdorf,
Göttersdorf, Bernau und Neuhaus. 1880 verkaufte Graf Engelbert Wolkenstein das Gut an die Stadtgemeinde Görkau.
im Dreißigjährigen Krieg wurde Göttersdorf weitgehend zerstört. Die Kirche brannte nieder. Eine neue barocke Kirche wurde in den Jahren 1725- 1729 erbaut. Die Baukosten trug die Obrigkeit. 1794 war Göttersdorf samt der Kirche und Pfarrhof unter der Obrigkeit von Hagensdorf.
fSowohl vom Land, als auch von Sachsen her kamen viele Besucher in die beliebten Gasthäuser (Ferdinand Petschauer, Anton
Zucker). Zwei Drittel des Ortsgebietes waren Äcker und Wieden, der Rest Wald. Korn, Gerste, Hafer, Lein, Kartoffeln, Kraut und Dorschen wurden angebaut. Das Holz verarbeitete man in de Brettsägen. Im Steinbruch wurden Schottersteine hergestellt. Zur Heimindustrie gehörte die Schachtelmacherei.
Durch den Ort führt die Bezirksstraße nach Kallich und Katharinaberg. Eine Nebenstraße zweigte am Südende des Ortes nach Uhrissen ab. Nicht unerwähnt sei die stets gutgeführte Schule mit einer relativ hohen Schülerzahl. An der Straße nach Hannersdorf steht eine Barockstatue des hl. Donatus.

Heimatarchiv Komotau


 
Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü