Maiausflug 2016 - Homepage der Sudetendeutschen in Bayreuth und Umgebung

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Maiausflug 2016

Das Jahr 2016 > Maiausflug 2016
Auf den Spuren der
Vertreibungsvergangenheit
in Oberfranken

Wie war dies eigentlich bei der letzten großen Vertreibungswelle 1945/1946 als Ergebnis des zweiten Weltkrieges? Lassen sich Parallelen zur heutigen Vertreibungsproblematik ziehen? Dieser Frage ging die Kreisgruppe Bayreuth und die Eghalanda Gmoi bei ihrem Maisausflug mit Maiandacht in den Raum Kupferberg und Mannsflur nach.
Auf den Spuren der Vertreibungsvergangenheit in Oberfranken sollte das Leitmotiv der kleinen Reise sein.
Nicht nur das „Kaiserwetter“ sondern auch die einzelnen Stationen dieser Reise von Pegnitz über Bayreuth nach Kupferberg, Mannsflur und Marienweiher haben beeindruckt. Kupferberg mit seinem Bergbaumuseum, der gotischen Pfarrkirche St. Veit und dem Katharinenspital zeigt noch heute in der Infrastruktur eine Verbindung zu vielen Bergbaugebieten im Sudetenland auf. Ähnliche Strukturen finden wir im Erzgebirge, im Böhmerwald oder im Altvatergebirge um nur einige Gebiete zu nennen. Kupferberg ist mit 1.035 Einwohnern (Stand: 30.06.2013) eines der kleinsten Städtchen Bayerns. Im Mittelalter war der Ort eine bedeutende Bergbaustadt. Es liegt in einer Talmulde der südlichen Ausläufer des Frankenwaldes, unmittelbar an der Bundesstraße 289 zwischen Kulmbach und Münchberg.
Ein besonderer Höhepunkt war der Besuch der Gemeinde Mannsflur, die mit einer sehr informativen Gedenkausstellung und mit Gedenktafeln die Geschichte der Vertriebenen in dieser doch etwas abgelegenen Gegend im Frankenwald auf sich aufmerksam macht. Die Gedenktafeln dokumentieren in beeindruckender Weise die Ankunft und Eingliederung der Vertriebenen, insbesondere der Sudetendeutschen, in dieser kleinen und abgelegenen Gemeinde im Frankenwald. Sehr überzeugend war das Projekt der „Vertriebenensiedlung“ welche durch Eigenleistungen und  „Handarbeit“ die Wohnraumnot nachhaltig beseitigte. Also ein Erfolgsprojekt zur gelungenen Eingliederung der damaligen Vertriebenen und Flüchtlinge in die „neue“ Heimat. Mannsflur ist ein Ortsteil der Gemeinde Marktleugast im Landkreis Kulmbach. Mannsflur wurde 1978 zu Marktleugast eingemeindet. In Mannsflur leben ca. 420 Einwohner; es existieren ca. 240 Haushalte.
Beeindruckend auch die abschließende Maiandacht in der Basilika Marienweiher. Mehr als 8 000 Wallfahrer jährlich zählt die Statistik und zeigt die besondere Beliebtheit dieses Wallfahrortes. Die barocke Basilika Marienweiher ist eine der  ältesten Marienwallfahrtskirchen in Deutschland.
Wiederbelebt ist inzwischen auch die Egerer Wallfahrt. Egerer Katholiken pilgerten 265 Jahre lang die 65 Kilometer nach Marienweiher. Anfang des vergangenen Jahrhunderts fand die lange Tradition der alljährlichen Wallfahrten von Eger in den Mariengnadenort Marienweiher ein vorläufiges Ende. 2008 konnte sie wiederbelebt werden, und 2010 waren erstmals 50 Personen aus der Pfarrei Eger, die heute wieder rund 5000 Gläubige zählt, in Marienweiher. In der Basilika zeigt man auch die mit vielen Mühen und Aufwand restaurierte und dadurch gut erhaltene Egerer-Wallfahrerfahne aus dem Jahr 1865.

Manfred Kees
08.05.2016

An den Gedenktafeln in Mannsflur
Ankunft in Kupferberg
Basilika Marienweiher
Beim Mittagessen
Bergwerksmuseum
Die Gedenkstätte
in Mannsflur
Entspannt und zufrieden:
Manfred Kees
Erinnerungstafel
Familie Fischer
Ich kann es
nicht lesen
Irmgard Ludewig
Marianne Lercht
Udo Krumpholz
Leopold wala,
Margaretha Michel
Marianne Lerch
Pfarrkirche
St. Veit
Rita Tischler
Hermann Köhler
Stiftskirche
St. Katharina
Wir genießen
das Kaiserwetter
 
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