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Theresia Bartl gestorben


Theresia Bartl gestorben
Theresia Bartl, jahrzehntelang Vüarstäihare der Eghalanda Gmoi z Baireuth,
ist im Alter von fast 93 Jahren daheim in Bayreuth friedlich eingeschlafen und hat uns für immer verlassen.
Theresia (Resi) Bartl, geborene Olbrich, geboren am *27.06.1927 in Unterlagendorf, Mähren, ist am + 11.02.2020 in Bayreuth verstorben.
Teresia Bartl war eine der sudetendeutschen Frauen, die mit Liebe und sehr großem Einsatz das heimatliche Erbe bis ins hohe Alter pflegten. Sie leitete Jahrzehnte die Eghalanda Gmoi z Baireuth.
Ihr Geburtsort Unterlangendorf liegt im Kreis Sternberg (Mähren). Dort besuchte sie die Volksschule des Deutschen Ordens, in Mährisch-Neustadt die Mittelschule und in Sternberg absolvierte sie ein Kindergartenseminar und wurde Kindergärtnerin. 1946 kam dann die größte Katastrophe in ihrem Leben mit der Vertreibung aus ihrer geliebten Heimat. Sie hatte bei der Aussiedlung, obwohl sie noch sehr jung war, die „Funktion einer Waggonbegleiterin“.
Über das Flüchtlingslager in Miltenberg/Unterfranken und Lochau bei Neusorg in der Oberpfalz landete Theresia Bartl schließlich in Bayreuth. Sie war als Kinderpflegerin tätig. 1950 heiratete sie Walter Bartl aus Gossengrün/Falkenau. Aus der Ehe gingen zwei Söhne hervor.
Resi Bartl schloss sich sehr früh der Landsmannschaft und auch der Gmoi an. So hatte sie bereits 1949 zu Pfingsten bei den Sudetendeutschen Kulturtagen in Bayreuth, Abzeichen in Form der Wittingauer Rose verkauft.
Seit 1999 war Theresia Bartl als Vüastehera der Eghalanda Gmoi in Bayreuth unermütlich tätig. Eine der aktivsten Höhepunkte war die 60 Jahrfeier der Gmoi in Bayreuth. Seit mehr als 60 Jahre war sie außerdem Mitglied der Sudetendeutschen Landsmannschaft und hielt ihr und der Eghalander Gmoi seit Jahrzehnten die Treue. Sie gehörte in Bayreuth zu den ältesten Mitgliedern.
Man pflegte das Egerländer Singgut und die Tracht. Hutzaabende, Vorträge und Ausflüge in Zusammenarbeit mit der Landsmannschaft fanden immer wieder großen Anklang. Mehrfach wurde Theresia Bartl von der Gmoi und der Sudetendeutschen Landsmannschaft für ihren Einsatz geehrt.
Mit Augenzwingern erzählte sie den Geburtstagsgästen gern die verzwickte Geschichte ihres Geburtstages. Sie ist am 27. Juni geboren. Bei der Eintragung ins Geburtsregister haben sich jedoch der Pfarrer und die Hebamme am Messwein berauscht und den 23. Juni eingetragen. Eine Korrektur hat Theresia Bartl nicht erreicht. So ist sie amtlich am 23. Juni geboren, feierte aber immer am 27. Juni, ihren wahren Tag der Geburt.
Die Eghalander Gmoi und die Sudetendeutsche Landsmannschaft bedanken sich bei Resi Bartl. Wir behalten sie in ehrender Erinnerung.

Manfred Kees, 21.02.2020
 
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