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Das Riesen-
gebirge

Der höchste Teil der Sudeten, das Riesengebirge, ist etwa 40 Kilometer lang und 24 Kilometer breit. Es verläuft in zwei parallelen Zügen, einem nördlichen in Schlesien und einem südlichen in Böhmen. Die höchste Erhebung ist die Schneekoppe mit 1.605 Metern, es folgen der Brunnberg (1560 m) und das Hohe Rad       (1508 m). Nach Norden fällt das Riesengebirge steil zum Hirschberger Tal ab, nach Süden ist der Abfall sanft. Der Böhmische Kamm wird gebildet aus dem Krkonosch und dem Ziegenrücken.

 Geologisch besteht das Riesengebirge aus Granit. Es bildet daher mit dem benachbarten Isergebirge eine geologische Einheit; daneben besteht es aus Gneis, Glimmerschiefer und Basalt, an einzelnen Stellen Sandstein. Flora und Fauna entsprechen zum Großteil anderen Hochgebirgsregionen. Auch die Moore weisen eigentümliche Tiere und Pflanzen auf. Das Riesengebirge bildet die Wasserscheide zwischen Elbe und Oder. Tiefe Täler haben die hier entspringenden Flüsse eingeschnitten: Die Elbe, die Große und kleine Aupa fließen nach Süden, Lomnitz und Bober nach Norden der Oder zu.
Die Besiedelung erfolgte von Schlesien aus. Schon frühzeitig entwickelten sich im südlichen Vorland Waldhufendörfer. Später entstanden in den höheren Lagen Streusiedlungen und Baudendörfer. Ostfränkische Bauern haben hier ein gewaltiges Rodungswerk vollbracht.

Der Riesengebirgler als solcher ist ein mittelgroßer, kräftiger Menschenschlag mit trefflichen Charaktereigenschaften, fleißig, bescheiden und gutmütig. Sein Gemüt wurde stark von der Natur beeinflußt. Die Unbilden des Wetters, die Abgeschiedenheit im Winter und die wuchtigen Berge ließen ihn zu einem ernsten und verschlossenen Menschen reifen, der aber trotzdem Freundschaft und Gesellschaft zu schätzen weiß. Mit zunehmender Entfernung vom Riesengebirge aber verblassen die Merkmale des echten Riesengebirglers.
Die Bauden, eine Besonderheit des Riesengebirges, waren zunächst Unterstände bei ungünstigem Wetter. In der Neuzeit dienen sie aber als Unterkünfte für Wintersportler und Bergwanderer. Die Erträgnisse der Landwirtschaft wurden auf Kraxen in das Tal getragen und dort verkauft. Eine Spezialität war der Koppenkäse. Viele Männer fanden im Wald Beschäftigung, ebenso in der Heimindustrie, sie fertigten Haushaltsgegenstände und Schnitzereien. Andere fanden in den Städten ihre Arbeit in Textil- und Papierfabriken. Der Wald lieferte für letztere den Rohstoff.
Reich entwickelten sich im Riesengebirge die Sagen in ihrer ganzen Vielfalt. Die meisten haben Rübezahl und Gestalten aus dem Bergmannsleben zum Inhalt. Vielfältig waren auch die Formen des Brauchtums.

Der Elbfall

Winterlandschaft im Riesengebirge

 
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