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Bischofteinitz

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Bischof-
teinitz
nach Wikipedia

Bischofteinitz ist eine Stadt im westböhmischen Bezirk Taus in Tschechien mit knapp 5.000 Einwohnern. Sie liegt in 376 m ü.M. an der Radbuza. Das historische Stadtzentrum wurde 1953 zum städtischen Denkmalreservat erklärt.


Geschichte

Ab der Mitte des 13. Jahrhunderts entstand am rechten Ufer der Radbuza
Im Siedlungsgebiet der westslawischen Choden eine Kaufmannssiedlung, die im Besitz der Erzbischöfe von Prag war. Ihr gegenüber ließ Erzbischof Jan z Dražic

eine Burg im Stil der Gotik erbauen, neben der sein Nachfolger Tobias von Bechin 1286–1296 eine weitere Siedlung von Neusiedlern in Erbuntertänigkeit anlegen ließ. Diese bildete zusammen mit der ursprünglichen Siedlung, die heute Velké předměstí (Große Vorstadt) heißt, die

spätere Stadt Bischofteinitz. In den Jahren
1422 und 1431 verteidigte sich die Stadt, römisch-katholisch geblieben, unter Führung des Burggrafen Zdenko Drštka, genannt Kolwin von Ronsperg, mit Erfolg gegen eine Heeresgruppe der Hussiten unter Andreas Prokop dem Großen. Beim Entsatz im Jahre 1422 kam der belagerten Stadt Pfalzgraf Johann von Pfalz-Neumarkt entscheidend zu Hilfe.
Von 1539 bis 1620 gehörten die Herrschaft und die Stadt Bischofteinitz Angehörigen der Herren Lobkowicz von Hassenstein in Erbuntertänigkeit. Nach dem Dreißigjährigen Krieg ging der Großgrundbesitz an die Grafen Trauttmansdorff, in deren Besitz das Schloss bis zur Enteignung im Jahre 1945 blieb. Im Laufe des 17. und 18. Jahrhunderts wurde die bis dahin zweisprachige Stadt allmählich durch weitreichende Handelsbeziehungen von Prag bis Regensburg fast ganz deutschsprachig. Bischofteinitz war Hauptstadt des gleichnamigen Bezirk Bischofteinitz im Königreich Böhmen in der Monarchie Österreich-Ungarn
Ab dem späten 19.. Jahrhundert und vor allem nach Gründung der Tschechoslowakei im Jahr 1918 begann wieder eine Zuwanderung von Tschechen. 1930 waren 2.119 der insgesamt 2.663 Einwohner Deutsche. Bischofteinitz wurde 1938 bis 1945 Teil des Reichsgaus Sudetenland, der Bezirk wurde der Landkreis Bischofteinitz des Deutsches Reich 1933-1945. Bewohner jüdischen Glaubens wurden verfolgt, enteignet, in Sammellager deportiert oder flüchteten ins Ausland.
Nach Ende des Zweiten Weltkriegs wurde die deutsche Bevölkerung von Bischofteinitz 1945 aufgrund der Beneš-Dekrete enteignet, gelangte während der Vertreibung der Deutschen aus der Tschechoslowakei als Heimatvertriebene, meist nach Bayern und bildeten in Furth im Wald den Heimatkreis Bischofteinitz e. V. Die Stadt wurde von tschechischsprachigen Neusiedlern in Besitz genommen. Von dem Schloss in Horšovský Týn, das 1547 von Agostino Galli im Stil der Renaissance umgebaut wurde, blieben von der ursprünglich gotischen Burg gewaltige Grundmauern, tiefe Gewölbe, der Palas, Portale und prachtvoll eingewölbte Säle erhalten. In der Stadt haben außerdem zwei gotische Kirchen und das ehemalige Kapuzinerkloster die Zeiten überdauert.
Die Stadt Bischofteinitz hatte am 1. Dezember 1930 3.117 Einwohner, am 17. Mai 1939 waren es 2.995 und am 22. Mai 1947 2.393 Bewohner.


 
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