Elbogen - Homepage der Sudetendeutschen in Bayreuth und Umgebung

Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü:

Elbogen

Unsere Heimatstädte > Städte A-E


Elbogen

(Loket)


Elbogen war eine Bezirksstadt in schöner Lage auf einem Granitsockel, der von drei Seiten von der Eger umflossen wird. Die Stadt wurde das "sudetendeutsche Rothenburg" genannt. Goethe sagt: "Elbogen liegt über alle Beschreibung schön und läßt sich als ein

landschaftliches Kunstwerk von allen Seiten betrachten." Der Dichter war mehrmals hier und feierte  1823 seinen 74. Geburtstag mit Ulrike von Levetzow im Schwarzenberg- Lusthaus. Als 1811 der Freiheitsdichter Theodor Körner in Elbogen weilte, erhielt er Inspirationen für seine  

Dichtung "Hans Heiling Felsen", ein in der Nähe befindliches Steingebilde unweit des Egerufers. Heinrich Marschner ließ sich hier zu seiner Oper "Hans Heiling" anregen.
Eine Burg bestand bereits 1234; sie wurde im 16. Jh. umgebaut.Elbogen war seit der Mitte des 13. Jh.´s königliche Stadt. Hier bestand auch eine Meisterschule nach Nürnberger Vorbild. In den Hussitenkriegen wehrten sich die Elbogner mit Erfolg. Graf Schlick förderte die Lehre Martin Luthers, welche 1521 hier Fuß fasste. Elbogen war

Mittelpunkt eines Kreises, der 1850 aufgehoben wurde.
Kreuzherrnpfarrei und Kirche St. Wenzel bestanden schon im Mittelalter. In der Burg, die nie zerstört wurde und bis zum 17. Jh. dem böhmischen König gehörte, verlebte Karl IV. seine Jugend. Sehenswürdig sind das barocke Rathaus, schöne alte Bürgerhäuser und die Kettenbrücke über die Eger, 22 Meter über dem Fluß, die ehemals älteste Kettenbrücke Böhmens. Sie wurde Anfang des 20. Jahrhunderts durch die heutige Steinbrücke ersetzt.
Das Stadtmuseum besitzt Urkunden seit dem 14. Jh. und

Amtsbücher seit dem 16.Jh. Die vorgeschichtliche Sammlung begründete Prof. Dr. Anton Gnirs (1925), der auch das Stadtarchiv.
Das Wappen Elbogens, Mauer mit Zinnen und Tor, darüber ein Arm mit gezogenem Schwert. Die zwei Rosen in den Zinnen sollen dem Siegel Luthers entnommen sein; damit wollte man das Bekenntnis zur Reformation ausdrücken. Im Zeichen der Gegenreformation wurde über die Rosen je ein Balken gezogen.
Wirtschaft:









Porzellanherstellung; berühmte Pumpernickel- (Lebkuchen) Erzeugung. Zu den Kunden zählte auch das österreichische Kaiserhaus. Seit 1975 arbeitet man an der Restaurierung der Burg. Dort sind eine Porzellanausstellung und Erinnerungen an Goethe untergebracht.
1930: 3.998 Einwohner, davon 3.670 Deutsche. Alle Gemeinden des Bezirkes Elbogen waren deutsch.

Kolonialwaren
Eduard Mürling

 
Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü